Sachwertverfahren


Das Sachwertverfahren ist eins von drei Verfahren für die Wertermittlung von Immobilien und wird hauptsächlich für Grundstücke und Immobilien angewendet, bei denen die Eigennutzung im Vordergrund steht. Dies gilt in erster Linie für Ein- und Zweifamilienhäuser. Beim Kauf dieser Immobilien steht i.d.R. nicht die Renditeüberlegung im Vordergrund. Bei Verkehrswertermittlungen mittels Sachwertverfahren wird der Wert von bebauten (und ausnahmsweise auch von unbebauten) Grundstücken auf der Grundlage ihres (marktüblichen) Substanzwerts abgeleitet. Der Substanzwert setzt sich aus dem Wert der auf dem Grundstück vorhandenen baulichen und nicht baulichen Anlagen (Zeitwert) sowie dem Bodenwert zusammen. Der so rechnerisch ermittelte vorläufige Sachwert ist abschließend an die Marktverhältnisse anzupassen. Das Modell für die Ermittlung des Sachwerts ist in den §§ 21 bis 23 ImmoWertV beschrieben.