Ertragswertverfahren


Eins von drei Verfahren für die Wertermittlung von Immobilien und wird hauptsächlich für Grundstücke und Immobilien angewendet, bei denen die Fremdnutzung im Vordergrund steht. Dies gilt in erster Linie z.B. für Mehrfamilienhäuser. Beim Kauf dieser Immobilien steht i.d.R. die Renditeüberlegung im Vordergrund. Beim Ertragswertverfahren wird der Wert von bebauten und unbebauten Grundstücken auf der Grundlage der für diese Grundstücke marktüblich erzielbaren Erträge ermittelt. Das Ertragswertverfahren ist zur Bewertung von solchen bebauten Grundstücken anzuwenden, die üblicherweise vorrangig zum Zwecke der Ertragserzielung erworben, genutzt bzw. bebaut werden (z.B. Mehrfamilienhäuser). Die Ertragswertermittlung analysiert die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie. Bei der Ertragswertermittlung wird der Bodenwert getrennt vom Wert der baulichen Anlagen ermittelt. Dabei soll der Bodenwert grundsätzlich im Vergleichswertverfahren so ermittelt werden, wie er sich ergeben würde, wenn das Grundstück unbebaut wäre. Das Modell für die Ermittlung des Ertragswerts ist in den §§ 17 bis 20 ImmoWertV beschrieben.